Nachschlagewerk
SEO Glossar
Alle wichtigen Begriffe aus Webdesign, SEO, Performance Marketing und Social Media – verständlich erklärt.
A
A/B-Test
Vergleich zweier Varianten (z.B. einer Landingpage oder Anzeige), um herauszufinden, welche besser performt. Nutzer werden zufällig auf Variante A oder B geleitet. A/B-Tests liefern belastbare, datengetriebene Entscheidungen statt Bauchgefühl: Man misst eine klar definierte Conversion (Kontaktformular, Kauf, Download) und vergleicht, welche Variante statistisch signifikant besser abschneidet. Für Schweizer KMU lohnt sich ein A/B-Test immer dann, wenn genügend Traffic vorhanden ist — als Faustregel mindestens 1'000 bis 2'000 Besucher pro Variante, damit die Ergebnisse nicht zufällig sind. Typische Testobjekte sind Überschriften, CTA-Buttons, Bilder, Formularlänge und Preisdarstellung.
Absprungrate (Bounce Rate)
Anteil der Besucher, die eine Website nach dem Aufrufen einer einzigen Seite wieder verlassen, ohne eine weitere Aktion auszuführen. Eine hohe Absprungrate ist nicht automatisch schlecht: Bei einer Glossarseite oder einem Rechner kann ein Besucher die gesuchte Information sofort finden und die Seite zufrieden verlassen. Kritisch wird es bei Produktseiten oder Landingpages, wo Bounces oft auf langsame Ladezeiten, schlechte mobile Darstellung, irreführende Meta-Texte oder unpassende Keywords hinweisen. In Google Analytics 4 wurde die klassische Bounce Rate durch die Engagement Rate ersetzt — eine Session gilt ab 10 Sekunden Verweildauer, Conversion oder zweiter Seitenaufruf als engaged.
Alt-Text
Beschreibender Text für Bilder auf einer Website, der von Suchmaschinen und Screenreadern gelesen wird. Wichtig für SEO und Barrierefreiheit. Ein guter Alt-Text beschreibt den Bildinhalt präzise in 5-15 Wörtern und enthält — wo sinnvoll — das Haupt-Keyword der Seite, ohne zu überoptimieren. Dekorative Grafiken erhalten einen leeren Alt-Text (`alt=""`), damit Screenreader sie überspringen. In der Schweiz ist Barrierefreiheit für Bundesbehörden via BehiG gesetzlich vorgeschrieben, für private Anbieter gilt die ISO-Norm EN 301 549 als Best Practice. Alt-Texte helfen zusätzlich bei Google Bildersuche und sind ein Pflicht-Element in jedem E-E-A-T-konformen Content.
B
Backlink
Ein Link von einer externen Website, der auf deine Seite verweist. Hochwertige Backlinks verbessern das Ranking in Suchmaschinen. Google bewertet Backlinks als Vertrauenssignal: Verlinkt zum Beispiel local.ch, moneyhouse.ch oder eine thematisch passende Schweizer Fachpublikation auf deine Seite, zählt das deutlich stärker als hundert Links aus generischen Linkverzeichnissen. Qualität schlägt Quantität. Zentrale Kennzahlen sind Domain Rating (DR), Topic-Relevanz und das Verhältnis von DoFollow- zu NoFollow-Links. Wichtig: Bezahlte Linknetzwerke, PBNs und übermässiger Link-Tausch verstossen gegen Googles Spam Policies und können zu manuellen Abstrafungen führen.
Branding
Der Prozess, eine einzigartige Markenidentität zu entwickeln – inklusive Logo, Farben, Schriften und Tonalität.
C
Call-to-Action (CTA)
Handlungsaufforderung auf einer Website oder in einer Anzeige, z.B. 'Jetzt kaufen', 'Kontakt aufnehmen' oder 'Mehr erfahren'.
Click-Through-Rate (CTR)
Verhältnis zwischen Klicks und Impressionen. Eine hohe CTR bedeutet, dass die Anzeige oder der Link für die Zielgruppe relevant ist.
Content Marketing
Marketingstrategie, bei der wertvolle Inhalte erstellt werden, um eine Zielgruppe anzuziehen und langfristig zu binden.
Conversion
Gewünschte Aktion eines Website-Besuchers, z.B. ein Kauf, eine Anmeldung oder eine Kontaktanfrage. Conversions lassen sich in Makro- und Mikro-Conversions unterteilen: Eine Makro-Conversion ist das Hauptziel der Seite (Kaufabschluss, Offertenanfrage, Buchung), eine Mikro-Conversion ein Zwischenziel wie Newsletter-Anmeldung, PDF-Download oder Hinzufügen in den Warenkorb. Für Schweizer Dienstleister sind typische Conversions ein Kontaktformular-Absenden, ein Anruf über Click-to-Call oder das Buchen eines Termins via Calendly. Conversions sind die Basis jeder Performance-Marketing-Kampagne — ohne sauber gemessene Conversions ist keine seriöse ROAS- oder CPA-Berechnung möglich.
Conversion Rate
Prozentualer Anteil der Besucher, die eine gewünschte Aktion ausführen. Berechnung: Conversions / Besucher × 100. Eine realistische Conversion Rate für B2C-Online-Shops liegt bei 1-3 %, für B2B-Lead-Gen-Seiten bei 2-5 %, für optimierte Landingpages mit scharfem Traffic auch bei 10 % oder mehr. Zentraler Hebel zur Verbesserung ist Conversion Rate Optimization (CRO): klare Value Proposition, reduzierte Ablenkung, vertrauensbildende Elemente (Kundenstimmen, Gütesiegel wie Trusted Shops), kurze Formulare und mobiloptimiertes Design. Bei einer Anfragen-Seite kann allein die Reduktion von sieben auf drei Formularfelder die Conversion Rate verdoppeln.
Core Web Vitals
Google-Metriken zur Messung der Nutzererfahrung: Ladegeschwindigkeit (LCP), Interaktivität (INP) und visuelle Stabilität (CLS). Seit März 2024 hat INP (Interaction to Next Paint) den alten FID-Wert abgelöst und misst, wie schnell eine Seite auf Klicks, Taps und Tastatureingaben reagiert. Die Zielwerte: LCP unter 2.5 Sekunden, INP unter 200 Millisekunden, CLS unter 0.1. Schweizer KMU-Websites scheitern in der Praxis oft an LCP — meist wegen unkomprimierter Hero-Bilder oder nicht preloadeten Web-Fonts. Core Web Vitals sind ein bestätigter Rankingfaktor und fliessen über das Page Experience Signal in die Google-Rangfolge ein. Messung via PageSpeed Insights, Chrome UX Report oder Google Search Console.
CPC (Cost per Click)
Kosten pro Klick auf eine Anzeige. Gängiges Abrechnungsmodell bei Google Ads und Meta Ads.
CPM (Cost per Mille)
Kosten pro 1'000 Impressionen einer Anzeige. Häufig bei Awareness-Kampagnen verwendet.
CSS
Cascading Style Sheets – Sprache zur Gestaltung von Webseiten (Farben, Schriften, Layouts, Animationen).
D
Domain
Die Webadresse einer Website, z.B. kb-media.ch. Eine gute Domain ist kurz, merkbar und enthält idealerweise relevante Keywords.
G
Google Ads
Googles Werbeplattform für bezahlte Suchanzeigen, Display-Anzeigen, YouTube-Ads und Shopping-Kampagnen. Über Google Ads erreicht man Nutzer im exakten Moment ihrer Suchintention — ein entscheidender Vorteil gegenüber reinen Awareness-Kanälen. Die wichtigsten Kampagnentypen sind Search (Textanzeigen in der Suche), Performance Max (automatisiert über alle Google-Kanäle), Shopping (für E-Commerce mit Feed) und YouTube. Abgerechnet wird typischerweise per Klick (CPC) oder per Conversion (tCPA). In der Schweiz liegen die CPCs je nach Branche zwischen 0.50 CHF (Hobby-Themen) und 20 CHF (Versicherungen, Rechtsdienstleistungen). Voraussetzung für profitables Schalten ist sauberes Conversion Tracking via Google Tag Manager oder GA4.
Google Analytics
Kostenloses Webanalyse-Tool von Google zur Auswertung von Website-Traffic, Nutzerverhalten und Conversions.
H
Hashtag
Mit # markiertes Schlagwort in sozialen Medien, das Beiträge thematisch kategorisiert und die Auffindbarkeit erhöht.
HTML
HyperText Markup Language – die Grundsprache des Webs, mit der die Struktur von Webseiten definiert wird.
I
Impressionen
Anzahl der Male, die ein Inhalt (Anzeige, Post, Suchergebnis) angezeigt wurde – unabhängig davon, ob geklickt wurde.
Indexierung
Der Prozess, bei dem Suchmaschinen eine Webseite in ihre Datenbank aufnehmen, damit sie in Suchergebnissen erscheint.
K
Keyword
Suchbegriff, den Nutzer in Suchmaschinen eingeben. Die richtige Keyword-Strategie ist die Basis für erfolgreiches SEO. Keywords lassen sich nach Suchintention einordnen: Informational ("was ist SEO"), Navigational ("kb media kontakt"), Commercial ("beste digitalagentur schweiz") und Transactional ("google ads agentur luzern buchen"). Für Schweizer KMU lohnt sich fast immer die Fokussierung auf lokale Long-Tail-Keywords mit mittlerem Suchvolumen und klarer Kaufabsicht — statt auf generische Einzelwörter mit hohem Wettbewerb. Tools zur Recherche: Google Keyword Planner, Ahrefs, Semrush, Answer the Public. Wichtig ist zudem die Berücksichtigung mundartlicher und helvetischer Varianten wie "Velo" statt "Fahrrad".
L
Landingpage
Speziell gestaltete Zielseite für eine Werbekampagne, optimiert auf eine einzelne Conversion (z.B. Anfrage oder Kauf). Im Gegensatz zur regulären Website-Startseite fokussiert eine Landingpage auf ein einziges Ziel: keine Navigation, keine ablenkenden Links, klare Value Proposition oberhalb der Faltung, vertrauensbildende Elemente und ein prominenter Call-to-Action. Eine professionelle Landingpage kann die Conversion Rate einer Google-Ads-Kampagne verdoppeln oder verdreifachen. Zentrale Bausteine: prägnante Headline mit Nutzenversprechen, Subheadline, Hero-Bild oder Video, Sozialer Beweis (Kundenstimmen, Logos), klare Vorteilsliste, CTA-Button und ein kurzes Formular. Responsive Design und schnelle Ladezeit sind Pflicht.
M
Meta Ads
Werbeplattform von Meta (Facebook & Instagram) für gezielte Anzeigen basierend auf Interessen, Demografie und Verhalten. Meta Ads eignen sich besonders für Awareness-Aufbau, Retargeting und visuell starke Produkte oder Dienstleistungen. Seit den iOS-Datenschutzupdates 2021 haben sich die Targeting-Möglichkeiten reduziert — umso wichtiger ist heute kreativer Content, der die Aufmerksamkeit im Feed gewinnt. Für Schweizer KMU ist der Facebook Business Manager (Meta Business Suite) die Schaltzentrale: hier werden Kampagnen, Anzeigengruppen und Creatives verwaltet. Typische Kampagnenziele sind Reichweite, Traffic, Leads, Verkäufe und Katalogverkäufe. Dynamic Product Ads (DPA) sind im E-Commerce besonders wirkungsvoll.
Meta Description
Kurze Beschreibung einer Webseite (ca. 155 Zeichen), die in Google-Suchergebnissen unter dem Titel angezeigt wird. Die Meta Description ist zwar kein direkter Rankingfaktor, beeinflusst aber massgeblich die Click-Through-Rate (CTR) auf der SERP — und damit indirekt die Performance. Eine gute Meta Description enthält das Haupt-Keyword, ein klares Nutzenversprechen und einen Call-to-Action ("Jetzt berechnen", "Kostenlos testen"). Google kürzt auf Mobile bei rund 120 Zeichen, auf Desktop bei rund 155 Zeichen. Wird keine Meta Description gesetzt, generiert Google automatisch ein Snippet aus dem Seiteninhalt — oft weniger überzeugend als eine manuell optimierte Variante.
Meta Title
Der Seitentitel, der im Browser-Tab und in Suchergebnissen angezeigt wird. Optimal: 50-60 Zeichen mit relevantem Keyword. Der Meta Title (auch Title Tag) ist einer der stärksten On-Page-Rankingfaktoren und sollte das wichtigste Keyword möglichst weit vorne enthalten. Eine bewährte Formel für Schweizer KMU: "Primär-Keyword — USP | Markenname". Beispiel: "Google Ads Agentur Luzern — Messbare Resultate | KB Media". Zu lange Titel werden von Google auf rund 580 Pixel abgeschnitten, zu kurze verschenken Platz. Google schreibt in etwa 60 % der Fälle den Title eigenmächtig um (Stand 2024) — umso wichtiger ist es, eine präzise Formulierung zu wählen, die sowohl für Nutzer als auch für Google inhaltlich passt.
Mobile First
Design-Ansatz, bei dem eine Website zuerst für Smartphones gestaltet wird und dann für grössere Bildschirme angepasst wird.
O
Organic Traffic
Besucher, die über unbezahlte (organische) Suchergebnisse auf eine Website gelangen.
P
Persona
Fiktive Darstellung eines idealen Kunden basierend auf Marktforschung und echten Daten. Hilft bei der zielgerichteten Kommunikation.
PPC (Pay per Click)
Werbemodell, bei dem der Werbetreibende nur bezahlt, wenn ein Nutzer auf die Anzeige klickt.
R
Responsive Design
Webdesign-Ansatz, bei dem sich das Layout automatisch an verschiedene Bildschirmgrössen (Desktop, Tablet, Smartphone) anpasst.
Retargeting
Werbestrategie, bei der Nutzer erneut angesprochen werden, die bereits mit deiner Website oder Marke interagiert haben.
ROAS (Return on Ad Spend)
Kennzahl für die Rentabilität von Werbung. Berechnung: Umsatz durch Werbung / Werbekosten.
ROI (Return on Investment)
Verhältnis von Gewinn zu investiertem Kapital. Zeigt, ob sich eine Investition gelohnt hat.
S
Schema Markup
Strukturierte Daten im HTML-Code, die Suchmaschinen helfen, den Inhalt einer Seite besser zu verstehen (z.B. FAQ, Bewertungen).
SEO (Search Engine Optimization)
Suchmaschinenoptimierung – Massnahmen zur Verbesserung der Sichtbarkeit einer Website in organischen Suchergebnissen. SEO lässt sich in drei Säulen unterteilen: On-Page (Content, Keywords, interne Verlinkung, Title, Meta), Technical SEO (Crawlability, Indexability, Core Web Vitals, strukturierte Daten, Sitemap) und Off-Page (Backlinks, Brand Mentions, lokale Signale). Für Schweizer Unternehmen ist zusätzlich die Local-SEO-Komponente entscheidend: ein gepflegtes Google Business Profile, konsistente NAP-Daten (Name, Adresse, Telefon) über Verzeichnisse wie local.ch, search.ch und moneyhouse.ch sowie echte Kundenbewertungen. Seit 2024 wird SEO durch Generative Engine Optimization (GEO) ergänzt — also die Optimierung für AI Overviews, ChatGPT und Perplexity.
SERP
Search Engine Results Page – die Ergebnisseite einer Suchmaschine nach einer Suchanfrage.
Sitemap
XML-Datei, die alle Seiten einer Website auflistet und Suchmaschinen beim Crawlen und Indexieren hilft.
SSL-Zertifikat
Sicherheitszertifikat, das die Verbindung zwischen Browser und Server verschlüsselt (erkennbar am https:// und Schloss-Symbol).
U
UI (User Interface)
Benutzeroberfläche – die visuellen Elemente, mit denen Nutzer interagieren (Buttons, Menüs, Formulare).
UX (User Experience)
Nutzererfahrung – das Gesamterlebnis eines Nutzers bei der Interaktion mit einer Website oder App.
V
Viewport
Der sichtbare Bereich einer Webseite im Browser. Wichtig für responsive Design und mobile Optimierung.
W
Webhosting
Dienst, der Speicherplatz und Server bereitstellt, damit eine Website im Internet erreichbar ist.